Homepage TelCondex Software Kaiserbau
  Produkte suchen Kontakt Links Archiv
Nach oben
 
 

Warenzeichen / Links

Impressum

 

 

31 Jahre Kaiserbau gingen am 3 Mai 2001,um 11 Uhr zu Ende. 

Rund 30 Jahre stand der Kaiserbau an der Flughafenautobahn deutlich sichtbar als große Bauruine. Geliebt und gehasst - inzwischen gehörte er dazu...

Innerhalb von Sekunden sackte er dann zusammen zu einem Haufen Schutt...

Video 1 Video 2
Diese Videos wurden aufgenommen und bearbeitet von Manfred Kaske.
Alle Rechte liegen beim Autor dieser Videos.
Wir danken für die freundliche Überlassung.



Download Windows Media Player

 


Die Geschichte:

1970: Bauunternehmer Franz Kaiser will in Troisdorf das damals größte Hotel Westdeutschlands und das zweitgrößte Hotel der Bundesrepublik entstehen lassen. Geplante Kapazität: 1200 Betten.


Ein Zeitungsartikel aus dem Frühjahr 1973. 
(Anklicken zum Vergrößern!!)

Der Bau ist mit 45 Millionen DM veranschlagt und die Fertigstellung für März 1974 geplant. Auf einem  Parkgelände rund um das Hotel sollen Tennisplätze, Minigolf- und Trimm-Dich Anlagen, Spielplätze und ein Freibad entstehen. Auch ein Schwimmbad auf dem Dach des Baus, das "die herkömmlichen Maße eines Swimming-Pools sprengen sollte", ist vorgesehen. Desweiteren soll der rundum verglaste Luxushotelbau ein Restaurant für 200 Gäste, eine Cafeteria mit 24 Stunden Betrieb, einen Konferenzsaal für 200 Personen, eine Bar mit Tanzfläche, sowie Kosmetik-, Friseur-, Juwelier-, Drogerie-, Textilien-, Tabak- und Zeitungsläden beherbergen. 

1970 stützt man sich auf Marktanalysen und Standortgutachen verschiedener Sachverständiger, die die verkehrsgünstige Lage des Grundstücks, die Flughafennähe und die Anbindung an die Großstädte Köln und Bonn als besonders günstig für den Bau eines Hotels einstufen. Insbesondere vom neuentstandenen Flughafen und der Messe in Köln erwartet man hohe Besucherzahlen. So kauft Kaiser im Jahre 1970 das Grundstück und beginnt mit der Realisierung seines Projektes.

Zahlen:

Grundstück:
Größe des Grundstücks: 34.000 qm
Kaufpreis 1970: 655.000,-- DM

Hotelbau:
18 Stockwerke 60 Meter hoch 70 Meter lang
95.000 Kubikmeter umbauter Raum
Nutzfläche: 22.000 qm

1972: Das Hotel-Projekt wird der Presse vorgestellt

1973: Baubeginn

1975: Einstellung der Bauarbeiten

1982: Die Stadt Troisdorf fordert das Grundstück auf dem der Kaiserbau steht zurück und klagt beim Landgericht Köln. Dabei stützt sie sich auf den Kaufvertrag von 1970. Dort war festgelegt worden, dass der Eigentümer sich dazu verpflichtet, den Hotelbau innerhalb von zwei Jahren fertigzustellen.

Ende 1985: Urteil in 1. Instanz beim Landgericht Köln: Franz Kaiser soll das Grundstück an die Stadt Troisdorf zurückgeben. Kaiser geht in Revision.

Dezember 1990: Das Oberlandesgericht Köln bestätigt in 2. Instanz das 1985 ergangene Urteil. Allerdings müsse die Stadt einen eventuell später erlangten "Veräußerungsgewinn" an Kaiser abführen d. h. alles, was durch Verkauf des Kaiserbaus erzielt würde und über den Grundstückspreis hinausginge. Schon ein großer Fortschritt für Kaiser, aber er will die Sache vor den Bundesgerichtshof bringen.

Februar 1992: Der Bundesgerichtshof lehnt die Revision Kaisers in 3. Instanz ab.Das zuvor ergangene Urteil wird damit rechtskräftig.
Die Stadt Troisdorf will nun einen Investor suchen, der den Kaiserbau endlich in ein genutztes Gebäude verwandelt.

Dezember 1992: Die Stadt Troisdorf startet einen bundesweit ausgeschriebenen Investorenwettbewerb.

Eine Firma möchte aus dem ehemals geplanten Hotel ein "Bürotel" bauen, eine Mischform aus Hotel, Büros und Appartments angereichert durch eine Beauty-Farm in einem Nebengebäude. Diese Mischform scheint im Gegensatz zu einem reinen Hotelbau eine rentable Alternative zu sein.

Die Stadt Troisdorf verkauft das Grundstück an der A59 für 130 DM/qm. Der Stahlbetonrohbau wird als wertlos bezeichnet.

Zahlen - Bürotel

- die obersten drei Stockwerke sollten abgetragen werden
- die Balkone ebenfalls
- in den unteren Etagen / bzw. im Mittelbereich: 180 Büros und 121 luxuriöse Appartments, bzw. Büroapartments
- in den oberen Etagen: Hotel mit 120 Betten
- im südöstlichen Teil des Grundstücks:
- 3-geschossiger Neubau eines Bürohauses

im nordwestlichen Bereich:

- 2-geschossiger Neubau eines medizinischen Sportzentrums mit Schwimmbad, Beauty-Farm, Massage, Sauna, Kleinsporthalle, 3 Squashplätzen, Gymnastik- und Behandlungsräumen
- erwartete Investitionen: ca. 55 Mio DM

.

Dezember 1996:  Nachdem zwischenzeitlich der Vertrag mit der neuen Firma gelöst und dann erneut abgeschlossen wurde, am Kaiserbau selbst jedoch noch nichts passiert war, setzt die Stadt Troisdorf eine Frist bis Sommer 1997, innerhalb derer das Bürotel fertiggestellt sein soll.

Mai 1997 Die Finanzierung des Bürotel ist nicht möglich. .

Im Stadtrat wird nun zum ersten Mal deutlich über eine Sprengung oder Abtragung des Kaiserbaus nachgedacht. Die Kosten konnten sich hierfür auf über eine Million DM belaufen. 
Im städtischen Kulturausschuß werden Vorschläge zu Kunst am Kaiserbau diskutiert.

März 1999 Aus der Hotelbauruine soll ein Kunstwerk, eine überdimensionale Portraitgalerie werden - das Hotel-Europe.
Jedes einzelne Portrait wird 4 x 4,50 Meter messen

 

 

September 1999: Das Hotel Europe wird eröffnet.
Die Deutsche Post AG ist Sponsor

Ende 2000: Die Sprengung des Kaiserbaus wird beschlossen

13 Mai 2001,11 Uhr: Sprengung des Kaiserbaus.

 

TelCondex Software - E-Mail

Copyright © 1996 - 2010  TelCondex® Software
TelCondex Web-Statisk Besucher online

file:///E:/inetpub/wwwroot/tc0903/kaiserbau.htm 
  11. März 2010